TESE, IVF Praxis, IVF klinik, IVF fertilization, IUI
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44787 Bochum
Hellweg 2

Epididymale Spermienaspiration - MESA/TESE


IVF klinik
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MESA = microsurgical epididymal sperm aspiration / TESE = testicular sperm extraction

Wenn in seltenen Fällen im Ejakulat keine oder nur vereinzelte Samenzellen gefunden werden können, kann die Ursache hierfür entweder ein Hodenschaden sein, sodass die Spermienproduktion gestört ist oder ein Verschluss der Samenleiter, der verhindert, dass Spermien bei der Ejakulation in die Samenflüssigkeit gelangen.

Wurde ein Verschluss der Samenleiter diagnostiziert, der angeboren oder als Folge von Entzündungen oder Operationen entstanden sein kann, so kann der Urologe einen operativen Eingriff ambulant durchführen, um Spermien aus den Nebenhodenkanälchen zu gewinnen (MESA).

Ist die Ursache für die fehlenden Spermien im Ejakulat (Azoospermie) ungeklärt oder eine Hodenschädigung diagnostiziert worden, besteht die Möglichkeit durch eine sogenannte TESE (= testikuläre Spermien-Extraktion) Samenzellen aus zuvor operativ gewonnenem Hodengewebe (Hodenbiopsien) zu isolieren. Bei diesem Verfahren erfolgt im Vorfeld einer geplanten ICSI-Therapie die operative Gewebsentnahme aus dem Hoden durch einen spezialisierten Urologen. In der Regel werden mehrere Proben aus unterschiedlichen Regionen beider Hoden entnommen, da die Spermienproduktion lokal sehr unterschiedlich sein kann. Ein kleiner Teil der Gewebeproben wird einer feingeweblichen Diagnostik (Histologie) unterzogen, um das Vorhandensein testikulärer Spermien zu kontrollieren, um mögliche Ursachen für die fehlenden Spermien in Ejakulat zu diagnostizieren bzw. um eine Erkrankung des Hodens zu erkennen oder auszuschließen. Anschließend werden die Gewebeproben in reiskorngroße Stückchen unterteilt und einzeln eingefroren (kryokonserviert). Am Tag der Eizellentnahme wird im IVF-Labor eine erfolgversprechende Probe aufgetaut, darin enthaltene Spermien isoliert und für die ICSI verwendet. Je nach Ursache für die fehlenden Samenzellen im Ejakulat kann es jedoch vorkommen, dass nur sehr wenige oder gar keine Samenzellen gefunden werden. Darüber hinaus ist die Befruchtungsfähigkeit dieser Spermien oft eingeschränkt, sodass die Befruchtungsrate oft geringer ausfällt. Die Entnahme mehrerer Gewebsproben ermöglicht jedoch mehrere Befruchtungsversuche mittels ICSI, ohne den Mann für jeden Versuch wieder operieren zu müssen.

Sind auch im Hodengewebe keinerlei Spermien mehr vorhanden, ist eine biologische Vaterschaft ausgeschlossen. Um den Kinderwunsch erfüllen zu können, stehen die Insemination mit Spendersamen oder eine Adoption als weitere Methoden zur Verfügung.